Was passiert, wenn man Kindern einen Haufen LEGO-Steine, Motoren, Sensoren und ein Tablet gibt? An der Aueschule Finkenwerder kann man das seit dem vergangenen Schuljahr beobachten: Es wird gebaut, programmiert, ausprobiert, umgebaut – und manchmal auch ein bisschen verzweifelt auf den Roboter geschaut.
Im Rahmen der Begabtenförderung ist die Aueschule mit einem LEGO Education SPIKE-Kurs an den Start gegangen. Kinder der Klassenstufen 2–4 beschäftigen sich dabei einmal wöchentlich spielerisch mit Technik und Programmierung. Begleitet werden sie von Maria, Daniel, Sofie und Leo – vier LEGO-Figuren aus der SPIKE-Welt, die die Kinder durch verschiedene Projekte führen. Dabei läuft nicht immer alles nach Plan. Der Roboter fährt plötzlich in die falsche Richtung? Das Karussell dreht sich nicht? Dann heißt es: ausprobieren, Fehler suchen, verändern und noch einmal testen. Genau darum geht es beim Tüfteln. Im Team erwecken die Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmer ihre Ideen mithilfe einer einfachen Programmiersprache zum Leben. Motoren, Sensoren und Lichter sorgen dafür, dass aus den bunten LEGO-Steinen tatsächlich kleine Maschinen entstehen, die sich bewegen und sogar auf ihre Umgebung reagieren können. Dabei verbindet LEGO Education kreatives Bauen mit logischem Denken – und lässt jede Menge Raum für eigene Ideen.
Dass das Konzept bei den Kindern gut ankommt, war schnell zu merken. Besonders groß ist die Freude, wenn nach mehreren Versuchen plötzlich alles funktioniert und der selbst gebaute Roboter genau das tut, was er tun soll. Oder zumindest ungefähr das. Zum Abschluss des Kurses präsentierten die Kinder ihre Lieblingsprojekte in einer kleinen Ausstellung in der Schule. Eltern sowie interessierte Kinder und Erwachsene konnten bestaunen, was in den vergangenen Wochen entstanden war. Die jungen Konstrukteurinnen und Konstrukteure erklärten dabei ganz selbstverständlich, wie ihre Modelle funktionieren. Nach dem erfolgreichen Start im vergangenen Schuljahr ist für die Aueschule klar: Hier darf weiter getüftelt werden. Denn manchmal beginnt gute Begabtenförderung eben nicht mit einem Arbeitsblatt, sondern mit der Frage: „Was passiert eigentlich, wenn ich diesen Stein hier noch dransetze?“

